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Orthopädie & Unfallchirurgie: Konservative Behandlungskonzepte
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Orthopädie & Unfallchirurgie: Konservative Behandlungskonzepte

Autologes conditioniertes Plasma (ACP) oder PRP (platelet-rich plasma)

Die Behandlung mit körpereigenem Blutplasma ist ein biologisches Verfahren und findet seinen Einsatz nicht nur im Hochleistungssport. Blut wird mit einer speziellen Doppelspritze aus einer Armvene entnommen. Durch Zentrifugieren wird das im Blut enthaltene Plasma mit den Thrombozyten und Wachstumfaktoren von den weiteren Bestandteilen getrennt. Thrombozyten und Wachstumfaktoren spielen bei körpereigenen Heilungsvorgängen eine wichtige Rolle.
Durch die Injektion von ACP am Wirkort kann die körpereigene Heilung unterstützt und damit die Regeneration einer Verletzung oder Erkrankung beschleunigt werden.

ACP wird direkt an den Ort der Erkrankung injiziert (z.B. Gelenk, Sehne, Muskel). Die Anzahl der Injektionen ist abhängig vom Krankheitsbild und vom Regenerationsverlauf.

Indikationen:

  • Arthrose mit Knorpelschäden I°-III° in Gelenken,
  • Sehnenreizungen (Tennis- und Golferellenbogen, Fersensporn und/oder Entzündungen der Fußsohlensehnen, Patellasehnenreizungen, Achillessehnenreizungen und-Risse,
  • Sportverletzungen des Bewegungsapparates mit Sehnen- Band-, Kapsel-, Muskel-Rissen
  • Wundheilung unterstützen ( z.B. nach Operationen des Bewegungsapparates)
  • Schmerzen und Degeneration der Wirbelsäule

Kontraindikationen:

  • Durchblutungsstörungen
  • akute Infektionen
  • Einnahme von Gerinnungshemmern, Tumor-/Krebserkrankungen

Da ACP aus körpereigenem Blut gewonnen wird, sind Nebenwirkungen praktisch nicht bekannt.

Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT)

Stoßwellen sind energiereiche, hörbare Schallwellen, die in der Medizin bereits seit 1980 u.a. zur Auflösung von Nierensteinen eingesetzt werden. In der Orthopädie hat sich die ESWT mitlerweile weltweit als moderne, effiziente und praktisch nebenwirkungsfreie Schmerzbehandlungsmethode etabliert. Die ESWT aktiviert körpereigene Stammzellen, um geschädigtes Gewebe zu reparieren und so eine Regeneration (Neubildung) zu erzielen. Es wird ein "körpereigenes Bioengineering" in Gang gesetzt, das zur vollständigen Selbstheilung führen kann. Außerdem wird durch die Stoßwelle auch die Bildung biologisch hochwirksamer Substanzen (z.B. Wachstumsfaktoren) angeregt, die u.a. ein vermehrtes Einwachsen von neugebildeten Blutgefäßen und ein Abklingen der Entzündung bewirken, was den Selbstheilungsprozess einleitet/beschleunigt. Über 2000 Publikationen in hochrangigen wissenschaftlichen Journalen belegen, dass die ESWT die Heilung grundlegend beeinflusst.
Auf die lokalisierte Schmerzzone wird ein Hautgel aufgetragen, um die Stoßwellen anschließend mit dem Therapiekopf ohne Energieverluste in den Körper einzuleiten. Neben den klassische Indikationen: Kalkschulter, Tennisellbogen, Fersensporn, Pseudarthrosen (nicht heilenende Knochenbrüche) wird die ESWT mittlerweile auch erfolgreich eingesetzt bei: Patellaspitzen-Syndrom ("Jumper´s knee"), Schienbeinschmerzen/Tibiakanten-Syndrom, Achillessehnenschmerzen, chronische Wunden, Regeneration von Nervengewebe, etc.

Radiale Stoßwellentherapie (rSWT)

Ursache hartnäckiger, schmerzhaften Muskelverspannungen die trotz Massage, Krankengymnastik, Medikamente etc. nicht weg gehen wollen, sind oft lokale Muskelverhärtungen und Knoten (Triggerpunkte). Häufig führen die Triggerpunkte auch zu chronischen Kopfschmerzen, Taubheitsgefühlen oder strahlen in andere Regionen aus. Das Schmerzgedächtnis ist dafür verantwortlich, dass die Schmerzen nicht am Triggerpunkt selbst, sondern an anderen Stellen empfunden werden.

Trigger sind bei Rückenschmerzen in 85%, bei Nacken-Schulterschmerzen in 100% der Fälle nachweisbar. Die Stoßwellentherapie gilt auch hier als eine der modernsten, nebenwirkungsfreien Entwicklungen in der Schmerztherapie und ist aus dem orthopädischen Behandlungskonzept nicht mehr weg zu denken.

Kinesiotaping

In Japan entwickelte ein Chiropraktiker in den 1970er Jahren diese Technik, um die Nachhaltigkeit von chirotherapeutischen und manualtherapeutischen Behandlungen zu verbessern, indem er ein elastisches, selbstklebendes Tape auf die Haut aufbrachte. Es handelt es sich um ein Luft-durchlässiges Baumwollgewebe, auf das ein Polyacrylatkleber wellenförmig aufgebracht wird. Es gibt verschiedene Klebe-Techniken: Muskeltechniken, Fascientechniken, Ligamenttechniken, Lymphtechniken, Korrekturtechniken. Positive Effekte, die durch das Kinesiotaping erwartet werden sind: Regulierung der Muskelspannung, verbesserter Lymphabfluss, Verbesserung der Mikrozirkulation, Unterstützung der Gelenke durch Ligament -oder Korrekturtechniken.
U.a. in der Sportmedizin kommt das Kinesiotape sehr häufig zum Einsatz bei: Gelenkbeschwerden (z.B. postoperativ nach Kniearthroskopie oder Kreuzbandplastik) Lymphabflußstörungen nach Operationen Überlastungszuständen z.B. an Sehnen oder Muskeln

Klassisches Taping

Ein Tape ist ein funktioneller Verband, um geschädigte Strukturen (z.B. nach Bänderrissen am Sprunggelenk) zu stabilisieren, ohne das betroffene Gelenk komplett ruhig zu stellen. Das klassische Taping wird besonders in der Therapie, Nachbehandlung und Prophylaxe von Sportverletzungen eingesetzt. Die Tape-Anlagen können sehr individuell an die Bedürfnisse des Sportlers angepasst werden.
Besonders häufig kommt die Anlage eines klassischen Tapes zum Einsatz bei:

  • Kapselverletzungen (z.B. an Fingern)
  • Instabilitäten (z.B. des Hand-und Sprunggelenkes)
  • Muskelverletzungen (z.B. an Ober- und Unterschenkel)

Tanzmedizin*

Tänzer sind Künster. Aber Tanzen ist auch Hochleistungssport.

"Tanz ist bewegte Kunst, bewegte Kunst braucht intakte Funktion und intakte Funktion braucht Gesundheit".
Das Ziel der Tanzmedizin ist es, die Gesundheit von Tänzern und Tänzerinnen zu erhalten. Die Tanzmedizin beschäftigt sich neben der Therapie vor allem auch mit der gezielten Prävention von Verletzungen und Überlastungsschäden. 72% der professionellen Tänzer erleiden im Laufe ihrer Karriere z.T. bleibende körperliche Beeinträchtigungen, sei es durch Arbeitsunfälle oder durch chronische Überlastungen.

2/3 aller Tanzverletzungen sind chronisch. Dabei entstehen Schmerzen und Überlastungen langsam durch z.B. kontinuierliche falsche Technik, Überforderung oder einfach aus Unwissenheit. Wie funktioniert der Tänzer-Körper? Wie kann man trotz extremer körperlicher Anforderungen den Tänzer-Körper gesund und leistungsfähig erhalten? - Alles Fragen, die Tanzschüler/-studenten, Tänzer, Tanzpädagogen, Ballettmeister und Choreographen interessieren. Die Antworten kommen u.a. aus den Bereichen Sportmedizin, Sportwissenschaft, Trainingslehre, Ernährungsmedizin, Physiotherapie, Osteopathie, Naturheilkunde….

Diagnostik, Beratung und Therapie funktioneller Beschwerden des Bewegungsapparates bilden hierbei den Schwerpunkt . Bewegungsmuster werden analysiert und etwaige Defizite aufgedeckt . Prinzipien der Orthopädie, Sportmedizin, Osteopathie, Spiraldynamik, Pilates ,Gyrotonic etc. fließen in die Behandlung ein. Die Therapien werden gezielt ausgesucht und ein individuell angepasstes Behandlungskonzept erstellt.
Davon profitieren auch die, die sich zu einer "Tanz-Tauglichkeits-Untersuchung" als Vorbereitung für eine professionelle Tanzausbildung vorstellen.

Am spezifischen Bedarf von Tänzern orientierte Rehabilitationsmaßnahmen ermöglichen Tänzern eine deutlich schnellere Rückkehr auf die Bühne. Eine spezifische tanzmedizinische Rehabilitation beinhaltet nicht nur eine optimale Therapie für die verletzte Körperregion, sie sorgt auch für die Erhaltung der physischen Fitness außerhalb des Verletzungsgebietes und geht gezielt auf mögliche Tanztechnikfehler ein. Beides ist wichtig für die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit und die Sekundärprävention von tanzspezifischen Erkrankungen.

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist ein grundlegender Bestandteil des gesunden Knorpels und Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit (Synivialflüssigkeit).
Sie wirkt im Gelenk als Gleit- und Schmiermittel bei allen Bewegungen und beinhaltet wichtige Nährstoffe. Bei Schädigung des Knorpels reduziert sich die Bildung von Hyaluronsäure. Folge ist eine stärkere Belastung des Knorpels, was mit der Zeit zu einem spürbaren Verschleiß führt. Die Injektion von Hyaluronsäure in ein Gelenk optimiert die Zusammensetzung der Gelenkflüssigkeit. Neben der Bereitstellung von wichtigen Nährstoffen für die Versorgung des Knorpels werden die Fließeigenschaften der Gelenkflüssigkeit verbessert und deren schmierende und stoßdämpfende Eigenschaften wieder hergestellt. Allgemein wird eine bessere Belastungsfähigkeit des Knorpels erreicht. Der weitere Knorpelabbau wird verlangsamt; Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen können reduziert werden. Die Entzündung der Gelenkschleimhaut (Synovialmembran) und damit einher gehende Gelenkergüsse gehen zurück.

Grundsätzlich können alle Gelenke des Körpers mit Hyaluronsäure behandelt werden. Haupteinsatzgebiet sind vor allem die großen , aber zunehmend auch die kleinen Gelenke , welche von beginnendem Gelenkverschleiß (Arthrose) betroffen sind. Neben den häufig von Arthrose betroffenen Knie- und Hüftgelenken können auch Schultergelenke, Wirbelgelenke (Facettengelenke bei Spondylarthrose), Sprunggelenke sowie Hand- und Fußgelenke behandelt werden. Bei ca. 80% der Patienten kommt es zeitnah zu einer spürbaren Schmerzlinderung sowie einer besseren Gelenkfunktion.

Sportmedizin

"Sportmedizin stellt das Bemühen der theoretischen und praktischen Medizin dar, den Einfluss von Bewegung, Training und Sport sowie den von Bewegungsmangel auf den gesunden und kranken Menschen jeder Altersstufe zu analysieren, um die Befunde der Prävention, Therapie und Rehabilitation sowie dem Sporttreibenden dienlich zu machen" (Hollmann). Der orthopädisch/chirurgische Teil der Sportmedizin befasst sich dabei in erster Linie mit der Behandlung von Sportverletzungen. Dazu zählen nicht nur akut auftretende Störungen, sondern auch langsam entstandene, chronische Schmerzzustände. Prävention von Verletzungen/Sportschäden Rehabilitation und Sport-Beratung sind ebenso wichtige Pfeiler. Die Sporttauglichkeitsuntersuchung gehört auch dazu.