Notice: Undefined index: HTTP_ACCEPT_LANGUAGE in /var/www/web643/html/framework/classes/class.framework.utility.php on line 704
Chirurgie: Erkrankungen
Sie sind hier: Startseite > Leistungen > Chirurgie > Chirurgie: Erkrankungen

Chirurgie: Erkrankungen

Leistenbruch

Beim Leistenbruch (Leistenhernie, Hernia inguinalis) handelt es sich um eine Lücke im Bereich des Leistenkanals die eine Aussackung des Bauchfells zur Folge hat. In diesem Bruchsack ist meist Fettgewebe, er kann aber auch Darmanteile enthalten. Männer sind deutlich häufiger Betroffen als Frauen. Es kommen ein- aber auch beidseitige Brüche vor. Typischerweise tastet man eine, nicht immer schmerzhafte Schwellung in der Leiste, die sich meist im Liegen zurückdrücken lässt. Es besteht immer das Risiko einer Einklemmung, die dann eine dringliche operative Versorgung zur Folge hat. Empfehlenswert ist eine geplante Operation um eine Einklemmung zu vermeiden, da sich ein Leistenbruch nicht von alleine zurückbildet.

Nabelbruch

Der Nabelbruch (Nabelhernie) ist eine Aussackung im Bereich des Nabels. Der Bruchsack stülpt sich durch eine Schwachstelle / Lücke in der Bauchwand d.h. im Nabelbereich. Der Bruchsack enthält meist nur Fettgewebe es können aber auch Darmanteile sein. Oft ist der Nabelbruch schmerzlos und wird so lange nicht beachtet. Die Bruchlücke verschließt sich aber nicht von alleine und wird mit der Zeit immer größer, die Nabelhaut wird dadurch immer dünner. Bereitet ein Nabelbruch Beschwerden oder wird rasch größer, sollte er operativ beseitigt werden.

Sinus pilonidalis (Steißbeinfistel; Pilonidalzyste)

Als Sinus pilinidalis bezeichnet man das chronische Einwachsen von Haaren in der Gesäßfalte (rima ani) oder einer Fistelbildung durch Haarwachstumsstörungen in diesem Bereich. Es gibt unauffällig Verlaufsformen ohne Entzündungen wo sich nur kleine reizlose Poren in der Gesäßfalte finden. Öfter kommt es aber zu einer abszedierenden Entzündung, die zu einer Operation zwingt. Immer wieder abgesondertes Sekret (Eiter, Wundflüssigkeit, Blut) ohne wesentlichen Juckreiz oder Schmerzen sind erste Hinweise auf eine Steißfistel, die dann von einem Chirurgen untersucht werden sollte.

Perianalvenenthrombose

Die Perianalvenenthrombose ist eine schmerzhafte Aussackung im Bereich des Anus. Zu tasten ist ein schmerzhafter Knoten am Afterrand der meist bohnengroß ist aber auch Kirschgröße erreichen kann. Ursächlich ist die rasche Bildung von Blutgerinnseln in den kleinen Venen am After. Es entsteht innerhalb kurzer Zeit ein bläulicher praller Knoten. Kleinere Befunde bilden sich in einigen Tagen bis Wochen alleine zurück. Unterstützend können spezielle Salben oder Zäpfchen verwendet werden. Stark schmerzhafte und größere Knoten können operativ beseitigt werden.

Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind arteriovenöse Gefäßpolster unter der Enddarmschleimhaut die auch für den sicheren Verschluss des Afters verantwortlich sind. Sind die Polster vergrößert kommt es zum Hämorrhoidalleiden mit Beschwerden wie Juckreiz, anale Blutungen, anales Nässen bis hin zum Stuhlschmieren. Zu beginn der Therapie werden spezielle Salben oder Zäpfchen verwendet. Hierdurch wird das Leiden meist nur gelindert und das Fortschreiten verzögert. Eine Heilung ist nur durch eine Operation zu erreichen. In den frühen Stadien ist eine Hämorrhoiden-Operation gut ambulant möglich, größere Befunde sollten stationär behandelt werden. Ein Hämorrhoidalleiden sollte immer ärztlich untersucht werden, da auch andere ernsthaftere Erkrankungen der Grund für die Beschwerden sein können.

Marisken

Marisken sind schmerzfreie Hautfalten oder Läppchen am Afterrand die sich beim Pressen nicht vergrößern. Es handelt sich um eine harmlose Erscheinung die bei Beschwerdefreiheit nicht therapiert werden muss. Größere Marisken können aber zu Juckreiz, einem Analekzem und Problemen bei der Analhygiene führen. In diesen Fällen ist die operative Entfernung auch mit direktem Wundverschluss durch eine Naht eine sinnvolle Option.

Abszess

Ein Abszess ist eine abgekapselte Eiteransammlung im Gewebe. Abszesse können in fast allen Körperregionen ohne äußere Ursache entstehen. Ursächlich ist meist eine bakterielle Infektion durch unterschiedliche Keime. Oberflächliche Abszesse zeigen sich als gerötete, schmerzhafte Schwellungen. Bei fortgeschrittenen Befunden kommt es auch zu Schüttelfrost und Fieber mit Anstieg der Entzündungszeichen im Blut. Ein Abszess bedarf fast immer einer operativen Therapie. Der Abszess wird eröffnet damit der Eiter sich entleeren und die Entzündung so abklingen kann. Eine antibiotische Therapie ist in der Regel nur bei septischen Verläufen notwendig.